Halbmarathon am Rennsteig (Bericht von Udo)

Titel: Wenn der Rennsteig ruft …
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„…bin ich weit in der Welt, habe ich Verlangen Thüringer Wald nur nach Dir!“

Auch dieses Jahr zog es mich in die alte Heimat, denn am 21. Mai fand die 39. Ausgabe des Rennsteiglaufs statt. Was aus einer Bierlaune von 4 Jenaer Studenten 1973 enstand, hat sich mittlerweile zu einem der größten Crossläufe in Mitteleuropa gemausert.
Bei der Erstausgabe liefen die Gründungsväter ca. 92 km, heute haben sich die Distanzen Halbmarathon, Marathon und Supermarathon (72km) etabliert.
Dazu kommen noch Kinder- und Jugendcrossläufe, ein Spezialcros für Menschen mit geistiger Behinderung, 2 Nordic Walking-Strecken (17 und 35 km)
sowie eine Wanderung über 17 km.
Dieses breite Angebot garantiert für jeden Anspruch und jede Altersklasse eine passende Strecke und insgesamt kamen in diesem Jahr ca. 15.000 Läuferinnen
und Läufer in den Thüringer Wald. Alle Strecken enden im gemeinsamen Zielort Schmidefeld am Rennsteig.
Dieses Flair muß man einmal erlebt haben, wenn in diesem kleinen Örtchen über 30.000 Zuschauer, Helfer und Läufer die Finisher mit großem Jubel in
Empfang nehmen!

Um 7:00 Uhr machte ich mich bei sonnigen 14 Grad auf den Weg zum Start des Halbmarathons in Oberhof.

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Hier warteten die 6.000 Teilnehmer schon auf den Start und stimmten sich mit La-Ola-Wellen und der inoffiziellen Thüringer Nationalhymne, dem Rennsteiglied,
auf die kommenden 21 km ein. Letztes Jahr mußte ich als Neuling aus dem letzten Block starten, diesmal war ich in den Block 2 vorgerückt.

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Pünktlich um 7:30 Uhr erfolgte der Startschuß und die Menge begab sich auf die Strecke. Auf gehts zu einem wunderschönen Landschaftslauf im grünen Herzen
Deutschlands, begleitet vom Beifall der Zuschauer entlang der Strecke.

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Unterdessen bereiteten sich die Nordic Walker mit Aufwärmgymnastik im Kurpark von Oberhof unter Leitung der Langlauf-Olympiasiegerin Manuela Henkel vor.

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Nebenan formierten sich die Wanderer und wurden kurz nach den Nordic Walkern auf die Strecke geschickt.

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Mein Ziel für dieses Jahr war es, unter 2 Stunden zu bleiben und das habe ich mit 1:55 auch geschafft. Dank der vielen Trainingsläufe mit dem Lauftreff
im Winter und Frühjahr war ich gut vorbereitet. Trotzdem war es ein harter Lauf, die Temperaturen stiegen langsam auf 20 Grad an und die letzten 3 Kilometer
plagten mich Wadenkrämpfe. Die ganze Anstrengung war im Ziel vergessen und nach einem kühlen Schluck nahm mich meine Frau in Empfang.

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Gemeinsam konnten wir den Sieger des Supermarathons Klemens Huemer aus Österreich mit einem Riesenbeifall im Ziel begrüßen. Er hat die Distanz von 72 km
in unglaublichen 5:30 absolviert. Erwähnenswert bei dieser Strecke sind neben der langen Distanz die Anstiege von insgesamt 1.400 Höhenmetern, die die Läufer
von ihrem Startort in Eisenach bis ins Ziel in Schmiedefeld bewältigen müssen.
Karl-Wolfgang Baumgarten vom Lauftreff finishte den Supermarathon in 9:41, Glückwunsch!

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Zehn Minuten später kam der Sieger der Marathondistanz Alexander Fritsch ins Ziel, auch für ihn gab es Jubel und Applaus für die Siegerzeit von 2:40.
Die Marathonis starten in Neuhaus und haben immerhin Anstiege von insgesamt 700 Höhenmetern zu erklimmen.

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Nach der Rückfahrt bummelten wir ein wenig durch Oberhof, das sich gegen Abend schon deutlich geleert hatte. Es erstaunt mich immer wieder, wie diese kleine
Stadt mit ihren 1.500 Einwohnern es schafft, solche Sportereignisse wie den Rennsteiglauf oder den Biathlon-Weltcup perfekt zu organisieren.
Das geht nicht ohne den unermüdlichen Einsatz von Tausenden ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, denen mein großer Dank gilt.
Gegenüber der Tourist-Information neben dem Sportgeschäft Luck entdeckten wir ein wirklich sehenswertes Wintersport-Museum. Hier werden die vielen unzähligen
Oberhofer Sportlerinnen und Spotler gewürdigt, nicht umsonst gilt der WSV Oberhof als erfolgreichster Wintersportclub der Welt!

Viele Ausstellungsstücke wie Sportgeräte, Pokale, Medaillen, Urkunden und unzählige Fotos von Rodlern, Bobfahrern, Skispringern, Langläufern, Biathleten usw.
zeugen von Olympiasiegen, Europa- und Weltmeistertiteln. Hier hängt der Himmel nicht voller Geigen, sondern voller Ski.

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Der Museumschef holte für mich noch ein besonderes Schnäppchen aus einem Schrank, und zwar die (nicht mehr funktionsfähige) Reservewaffe von Biathlon-Legende
Sven Fischer.

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Der Thüringer Wald im Allgemeinen und Oberhof im Besonderen ist also immer eine Reise wert, egal ob zu Weltcups im Winter oder zum Rennsteiglauf im Frühjahr.
Kein Grund also, die Wanderschuhe an den Nagel zu hängen!

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Nächstes Jahr am 12. Mai 2012 gibt es den 40. Rennsteiglauf und ich werde wieder dabei sein. Vielleicht sind nächstes Jahr einige Weyher Läuferinnen und
Läufer mehr als dieses Jahr am Start dabei. Kommt mit, seid dabei!

Text und Fotos von Udo

Eingestellt von Susanne

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