18.05.2019 Rennsteig Supermarathon

Seit Udo, Daniel und Uwe L. gemeinsam den Rennsteig Supermarathon in 2016 gelaufen sind und Mel und ich so sehr mit den drei mitgefiebert haben, hatten Mel und ich heimlich den Wunsch 1x im Leben den Rennsteig Supermarathon zu laufen. Aber schnell kam immer wieder die Vernunft durch – Marathon ist schon nicht gesund – was richtet dann erst ein 74km Ultra Lauf an. 2x hatten wir 2015 und 2016 den Rennsteig Halbmarathon gemacht. Letztes Jahr dann sogar den Rennsteig Marathon gewagt. Selbst nach den 42km mit seinen rund 800 HM waren wir auf der Strecke und auch im Ziel überglücklich und geflasht von der schönen Landschaft. Anders als beim Halbmarathon ist das Läuferfeld beim Marathon deutlich geringer. Auch an sich ist die Marathon-Strecke schöner, mehr Trail und Abendteuer. Den Rennsteig Marathon haben wir sehr genossen und wir fühlten uns im Ziel super fit. Dazu kamen die kleinen Stimmen die den Supermarathon doch mal wagen wollten. Im Schmiedefeld Festzelt, Mai 2018, sprachen wir beim Köstritzer bereits über unsere Überlegung. Klar, fühlten wir uns jetzt fit, aber jetzt noch 32km on top packen? Plus weitere ca. 1000HM… Aber 1x Supermarathon, das wäre schon sehr cool, vor allem bei der Strecke! Uns war aber klar, das schaffen wir nicht alleine. Wir erzählten Uwe von unserem Ziel und fragten ihn, ob er Lust hätte mit uns die Supermarathon-Vorbereitung zu machen. „Du musst auch nicht selber laufen, wir wären dir schon unheimlich dankbar, wenn du mit uns die langen Läufe machst. Solltest du selber auch starten wollen, musst du natürlich nicht mit uns laufen.“ (Uwe ist den Rennsteig in der Vergangenheit schon mal in 8h gelaufen- er ist somit deutlich schneller). „Es wäre super, wenn du mit uns an der Startlinie in Eisenach stehst und uns vielleicht noch Mut zusprechen könntest. Uwe’s Antwort: „Klar, ich bin dabei!“

Von da an waren wir drei Feuer und Flamme für diesen Lauf. Wir liefen Ende des Jahres die Weyhe-Syke-Weyhe Crosslaufserie als Vorbereitung und blieben auf einem guten Halbmarathon Niveau (gem. Trainer Uwe sollte ein Halbmarathon jederzeit locker zu schaffen sein). Ab Dezember/Januar gingen wir gezielt auf die langen Läufe. Jedes oder jedes zweite WE standen 28, 32, 34, 36 oder 39km an. In der Woche liefen wir unsere normalen Laufrunden. Dazu noch Outdoor Crossfit und Yoga (bei Uwe: Fitnessstudio, Stabitraining). Gerade bei den langen Läufen ist eine gute Stabi besonders wichtig und nicht zu unterschätzen.

Im März hatten wir dann den 6h Lauf in Münster (Daniel und Jens waren auch mit dabei) den Öjendorf Marathon (Daniel war wieder mit dabei) und im April nahmen wir z. T. Hannover HM/M und Ende April noch die Harzquerung (51km) als Vorbereitung mit. Wir fühlten uns super fit – der Rennsteig Supermarathon konnte kommen! Und für Uwe war klar, er steht nicht nur mit uns am Start, sondern möchte mit uns zusammen die Strecke laufen. Besser geht‘s also nicht .

Am Freitag 17.05.19 war es dann endlich so weit. Wir (Uwe, Mel und ich) machten uns zu dritt auf den Weg nach Eisenach. Alle anderen Lauftreffler fuhren nach Plaue zu unserer späteren Unterkunft.

In der Nähe von Eisenach checkten wir kurz in unserer Unterkunft ein und fuhren danach mit dem Auto die 11km nach Eisenach zum Marktplatz um unsere Startunterlagen abzuholen. Anschließend ging es zur traditionellen Kloßparty. Wir stärkten uns mit Rotkohl, Gulasch, Klößen und natürlich dem ein oder anderen Köstritzer / Radler und genossen die Sonne vor dem Festzelt mit der Rockmusik im Hintergrund. Wir halten fest: Die mega Party fehlt hier in Eisenach, die ist dafür eindeutig in Oberhof. Aber einen Abend vor dem Supermarathon noch mal etwas „runter kommen“ ist ja auch nicht verkehrt. Wir fuhren zeitig zurück, packten in unserer Unterkunft noch eben unsere Sachen für den morgigen Tag und gingen recht früh bei 14°Grad Raumtemperatur ins Bett (unsere Unterkunft „Ferienheim Mosebach“, sehr sparsam eingerichtet, können wir nicht wirklich empfehlen. Aber wir hatten einen Raum mit drei Betten zum Schlafen, das war das Wichtigste. ) Wir bekamen aus Oberhof noch einen ganz lieben Fotogruß mit Motivations- und Glückwünschen vom WLT die es dort mal wieder richtig krachen ließen (richtig so!).

Am Sa klingelte um 4 Uhr der Wecker, aufstehen, fertig machen, schnell frühstücken und mit dem Auto ab nach Eisenach zum Start. Auf dem Marktplatz trafen wir Eckehard, der ebenfalls erstmalig den Rennsteig Supermarathon laufen wollte. Gut gelaunt aber etwas fröstelnd (ca. 3°Grad) warteten wir auf den Start. Der Wiener Walzer wurde angespielt und die Teilnehmer schaukelten und sangen sich in Stimmung. Kurze Zeit später läuteten die Kirchenglocken und der Startschuss fiel. Gemeinsam mit ca. 2000 Teilnehmern machten wir uns auf den Weg, zum schönsten Ziel der Welt – Schmiedefeld!

Die ersten ca. 2km gingen durch die Innenstadt, kurz bevor es in den Wald ging, machten wir unser erstes Bild am bekannten Ortsausgangsschild (72km bis Schmiedefeld). Etwas später ging es zwischen zwei Wälder über eine Wiese, mit Blick hinter uns auf das schöne Burschenschaftsdenkmal.

Im sehr dichten und engen Läuferfeld hatten wir die ersten 5km etwas Schwierigkeiten unser Tempo zu laufen. Überholen war nur schwer möglich, dennoch versuchten wir, aus dem großen Pulk rauszukommen. Nach einigen km ging es deutlich besser. Etwas später überholten wir unter anderem zwei nette Männer; die wir bei der Harzquerung getroffen haben uns sich dort überlegt hatten, den Rennsteig Supermarathon zu laufen und wünschten Ihnen noch schnell viel Spaß und ein gutes Ankommen. Bei der km10 Marke hielten wir kurz an um ein Bild zu machen. Wir wollten alle 10er Schritte bildlich festhalten (mein Kommentar: Um später den Verfall oder auch die Motivation zu sehen) .  Die ersten 20km liefen wie im Flug. Wobei wir bewusst auf das Tempo achteten. Zu schnell durften wir den Lauf nicht angehen. Laut Ausschreibung gingen die ersten ca. 26km fast nur bergauf. Bei ca. km26 hatten wir mit dem Inselberg bereits 800HM hinter uns. Ein cooler Song beim nächsten Verpflegungsstand nutzen Mel und ich für eine kleine Tanzeinlage um diesen Punkt zu feiern. Allerdings waren wir drei ehrlicherweise hier schon ganz schön platt (das sagte natürlich keiner von uns ). Die Sonne brannte ordentlich. Es sollten 24°C werden – zum Glück hatten wir uns für die kurze Hose entschieden. Aber dennoch versuchten wir die Strecke zu genießen. Die gute Stimmung, nette Gespräche und tolle Aussichten motivierten dabei. Bei den Verpflegungsstellen (alle 5km) ließen wir uns Zeit, tranken genügend und ab km 25 gab es auch regelmäßig unsere Fettbemme und Zitrone mit Salz. Die Zitrone probierten wir erstmalig aus, Uwe schwärmte schon von anderen Ultras davon. Zitrone ist basisch, reguliert somit die Säure im Körper und durch das Salz (sollte man bei langen Läufen und viel schwitzen eh immer zu sich nehmen) schmeckt die Zitrone nicht mehr so sauer. Den berühmten Rennsteig Haferschleim ließen wir lieber sein.

Immer wieder ging unser Blick auf die Uhr (7:30Uhr Start Halbmarathon, 9:00 Uhr Start Marathon). Hoffentlich kommen alle gut an und vor allem ohne Stürze. Beim Rennsteig sind Stürze leider keine Seltenheit. Die Halbmarathonstrecke ist so dicht, dass man in der Enge schnell einen hohen Stein oder eine Wurzel übersieht und beim Marathon und Supermarathon hat man zwar genügend Sicht, aber die Konzentration lässt mit den Kilometern einfach nach. So halfen wir einer gestürzten Supermarathoni bei km 28 auf. Auch hier merkt man, den Zusammenhalt in der Gruppe. Jeder hilft, fragt nach, und legt auch mal beruhigend eine Hand auf den Arm.

Bei ca. km 35 überholten wir eine 4er Männertruppe in zügigem Tempo. Es ging seit langem mal eben weiter und wir genossen einfach die gerade Strecke. Der eine meinte „langsam Mädels, teilt euch die Kräfte gut ein.“ Daraufhin sein Kumpel: „Du, die sehen so fit aus, die wissen was sie tun.“ Das löste bei uns natürlich ein großes Schmunzeln aus. (Hintergedanke: Hoffentlich hat der letztere Recht…)

Bei km37,5 gab es Uwes Lieblingsverpflegungsstand, die Ebertswiese – hier wurde warme Bockwurst mit Senf und Ketchup angeboten. Uwe genoss die Bockwurst, Mel und ich verzichteten lieber. Worauf man keinen Appetit hat, sollte man lieber lassen. Schön war bei diesem Verpflegungspunkt noch ein kleiner Bach, bei dem wir uns das Gesicht und die Hände waschen und abkühlen konnten – bei der Hitze ein absoluter Genuss!

Weiter ging’s, ab hier sehr steil bergauf. Einen Mountainbiker feuerten wir hier noch an, der sich den starken Anstieg (ca. 12% Steigung) hochkämpfte.

Uwe machte die Strecke über viele Bilder und Videos um den Lauf besonders gut festzuhalten. Und so nutzen wir einige starke Steigungen um ein kurzes Video zu machen oder um uns wieder gegenseitig zu motivieren. Oben angekommen hatten wir übrigens einen tollen Blick auf den Inselberg. Wahnsinn, vor ca. 13km waren wir noch dort oben gewesen!

Nach ca. 5 Std laufen hatte ich ein kleines mentales Tief. Die Hitze und Müdigkeit machten mich etwas „gaga“. Mein Magen tat etwas weh und ich hatte das Gefühl, mich bald von den anderen beiden trennen zu müssen. Sie wirkten einfach fitter und ich wollte sie nicht aufhalten. (Nein, aufgebeben war selbst zu diesem Zeitpunkt keine Option für mich, nur etwas später ins Ziel kommen war der Gedanke). Es ging gerade mal wieder steil bergauf und ich nutzte die Zeit um eine Sprachnachricht von Jens uns seiner Familie abzuhören, die sie mir zwischenzeitlich geschickt hatten. Sie jubelten und feuerten uns per Sprachnachricht an. „Ihr packt das, lauft weiter! Und Julia, wenn es gerade richtig blöd läuft, denk dran: Alles hat ein Ende.“ Etwas krass der Spruch, aber stimmt ja auch irgendwie… Mit einem dicken Kloß im Hals (Ihr Lieben, ich bin euch unheimlich dankbar für diese Sprachnachricht!) und mit neuer Motivation gingen wir den weiteren km entgegen. Meine Bedenken waren weg und Mel und Uwe machten mir noch mal klar: „Wir laufen nur gemeinsam ins Ziel!“ (Danke euch!!!)

Bei 42,2km gab es dann wieder einen großen Jubel – der Marathon ist geschafft!!! Liebe Ultras – vergesst nie diesen Marathon Moment zu bejubeln, als Motivation aber auch als Zeichen der Dankbarkeit für den Körper!

Bei km48 gab es dicht an der Laufstrecke einen schönen Aussichtsturm (ein Glück war er nur haushoch). Diesen wollten wir uns natürlich nicht nehmen lassen. Den steilen aber kurzen Pfad schnell hoch und rauf auf den Turm. Die Aussicht war grandios. Vielleicht haben wir hier 5min verloren, dafür einen unbezahlbaren Blick auf den Thüringer Wald bekommen. Das mag ich besonders an Ultraläufen. Die Zeit ist unwichtig, die Strecke und der Spaß zählen! Auch hier oben waren ein/zwei Bilder Pflicht.

Voller Tatendrang ging es weiter auf die Strecke, bei km 50 machten wir wieder ein schönes Bild und es ging weiter in Richtung km 54: Station Grenzadler, Oberhof, Biathlonstadion. Hier gibt es eine offizielle Ausstiegsmöglichkeit (Recht auf Teilnehmerurkunde und Medaille für die 54km). Bei cooler Musik liefen wir dem Verpflegungsstand tänzelnd entgegen. Hier freuten wir uns wie kleine Kinder über unser erstes und einziges Nutellabrot auf dieser Strecke. Wahnsinn wie super lecker dieses Nutella Toast nach Zitrone, Fettbemme und Cola geschmeckt hat. Die nette Helferin freute sich mit uns und sagte, Ihr Sohn meint immer, sie mache die besten Nutellabrote der Welt .

Mit neuem Zuckerschub ging es weiter, ich fieberte nun dem km55 Schild entgegen. Warum? 54km war bisher von Mel und mir die längste Strecke. Ihr könnt euch vorstellen, wir sehr wir uns dann an diesem Schild gefreut haben. Laut jubelnd und tanzend! Ein anderer Mitläufer freute sich gerührt mit uns. Schnell noch eben ein Bild gemacht (hier schon stolz wie bolle) und weiter ging es. Nicht mal mehr ein Halbmarathon. Klingt übel, aber wenn man weiß, dass bereits 55km hinter einem liegen, ist das Motivation genug.

Beim Verpflegungsstand km 58 gab’s für Uwe dann das erste Köstritzer. Mel probierte gleich schon mal, ich wollte meinen Magen hingegen lieber nicht herausfordern. Bei km60 machten wir unser nächstes Bild. Unser schnell gefundener Fotograf, ein Mitläufer, war schon recht kaputt. Uwe wollte ihn aufmuntern. Doch der Spruch: „Komm, das packst du, ist nicht mehr weit, sind doch nur noch 14km bis zum Ziel.“ Nam er leider nicht gut auf. Schade. Komisch, wie jeder solche Aussagen anders aufnimmt. Von uns war es lieb gemeint.

Weiter ging es. Bei einem langen Gefälle wieder volle Konzentration. Wir überholten ein gut gelauntes, schnackendes Kölner Pärchen, gefühlt zum 15. Mal an dem Tag, ein kurzer netter Austausch (wann sie uns denn gleich wieder einholen würden, wie so oft schon) und zack war es passiert. Der Kölner war nur einmal kurz unaufmerksam gewesen und im nächsten Moment lag er auf dem Boden. Wir halfen ihm natürlich sofort auf. Fragten ob er etwas bräuchte: Wasser, Dextro, Taschentücher. Aber er verneinte. Nach einer Pause liefen sie aber weiter. Zum Glück war kurze Zeit nach dem Sturz eine Sanitäter-Stelle. Wir hoffen sehr, dass die beiden es ins Ziel geschafft haben!!!

Nach dem Schock, auf dem Beerberg, bei km 61,6km dann ein motivierendes Schild und großer Jubel – höchster Punkt der Strecke!!! Ab jetzt geht’s fast nur noch bergab.

Bei dem 65km Schild die Erkenntnis: Jetzt noch nicht einmal mehr eine Jeebelrunde. Die packen wir noch! Trotz Erschöpfung und Müdigkeit ging es uns muskulös echt gut. Wir witzelten schon das man sogar noch Kniebeugen machen kann. Uwe’s Kommentar: „Das können wir dann ja mal im Ziel testen!“ Mit einem Bierchen (Uwe Köstritzer, Mel Kellerbier) stimmten wir uns schon ein bisschen auf das Ziel ein.

Die letzten km zogen sich dann doch bekanntlich wie ein Gummiband. Ich war einfach müde, aber hilft ja nichts. Einfach weiter. Dann das km70 Schild – ich dachte, ich müsste hier schon vor Glück und Erleichterung weinen, aber ich glaube ich war an dem Punkt gerade einfach zu müde. Die letzten paar km hörten wir mind. 3x von Uwe bei einem Anstieg: „Das müsste jetzt der letzte Anstieg sein.“ Bei km 72 dann doch noch ein kurzer Boxenstop im Gebüsch (nicht dass man im Ziel direkt auf die Toilette muss, das wäre unpraktisch J). Dann der letzte km – kurz die Haare nochmal neu zusammen gebunden und Labello aufgetragen (so sieht man doch gleich viel frischer aus ). Vor der letzten Kurve mussten wir wegen mir noch eine letzte kurze Gehpause einlegen. Ich war mal wieder so nervös wegen dem Zieleinlauf, aber die Zielgerade wollten wir entspannt genießen. Ein letztes Mal um die Ecke gebogen und da war es vor uns: Das schönste Ziel der Welt: Schmiedefeld. Wir drei sogen diesen Moment so sehr auf. Zuschauer jubelten – schade unser WLT war erst nicht zu sehen. Aber doch, direkt vor dem Ziel auf der linken Seite waren Sie, wild jubelnd, winkend und rufend. Dazu der Kommentator im Hintergrund: „Herzlich Willkommen im Ziel: Uwe Lakmann,  Melanie und Julia Grix vom Weyher Lauftreff!“ Supermarathon finish mit einer Zeit von 9:46h – Absoluter Gänsehaut Moment! Und dann kamen die Tränen – Freude und Erleichterung.

Die Supermarathon Medaillen (gelbes Band) wurden uns umgehängt und wir fielen uns drei in die Arme. Am Zaun des Zielbereiches warteten schon Michi und Jutta auf uns. Mom hatte ihren ersten Marathon geschafft und wir waren so erleichtert die beiden gesund mit ihrer Marathonmedaille zu sehen! (Mom, Dad, wir sind so stolz auf euch!) Na klar, die Tränen liefen. Auch Eckehard (ebenfalls Supermarathon finish! Nochmals herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!) und weitere Lauftreffler beglückwünschten uns. Wir holten uns schnell Getränke und gingen dann freudetaumelnd in Richtung Ausgang um zu den anderen zu kommen. Dort warteten alle WLT auf uns in einer Reihe, vor sich haltend 3 Schals (Aufschrift: Finisher Supermarathon Melanie, Super Coach des Jahres Uwe und Finisher Supermarathon Julia). Beim genaueren hingucken sahen wir auch was durchschimmerte: Alte SWB Bremen Marathon Shirts – gesammelt von Weyher Lauftrefflern – um daraus für uns diese schönen und einzigartigen Finisher Schals zu basteln – ein absoluter Herzensmoment!!! Wir fielen uns allen nochmals in die Armen, nicht nur wir Supermarathonis hatten Tränen in den Augen. Was für ein schöner Moment! Ihr Lieben, wir danken euch von Herzen für‘s lange warten und Mitfiebern (ob in Schmiedefeld oder daheim in Weyhe). Das ist der WLT!

PS: Wir haben später im Duschzelt noch die eine Frau getroffen, der wir bei ca. KM28 nach dem Sturz aufgeholfen haben. Sie war zum Ende leider noch ein zweites Mal gestürzt, ist aber dennoch gut im Ziel angekommen.

Allen 24 Weyher Lauftrefflern einen herzlichen Glückwunsch zum Finish: 17km Wanderung, Halbmarathon, Marathon oder Supermarathon. Wir haben den Rennsteig mal wieder gerockt!

In Oberhof bei der Party hieß es von der DJ so schön:“ Da sind auch wieder die orangen Laufshirts.“

Wir haben anschließend noch ein paar schöne, abenteuerliche und witzige Tage in Plaue (Reindsberger Dorf) verbracht und auch wenn das Wetter anschließend nicht mehr so toll war, die Zeit mit euch war wieder absolut die Reise wert!

Kürzlich haben wir den Spruch gehört: „Machen ist wie wollen, nur krasser“. Das Motto passt gut zum Traum 1x im Leben den Rennsteig Ultramarathon zu laufen. Für mich war es meine persönliche Grenzerfahrung und ich habe gemerkt, gut trainiert, bis 55km klappt und die Strecke kann ich genießen. Danach wird es zu viel. Aber auch diese Erfahrung ist wichtig. Man sollte vor allem immer daran denken, wofür man läuft. Für sich selbst und für sein eigenes Gefühl.

Als Abschluss möchten Melanie und ich uns ganz herzlich bei unserem liebevoll benannten „Trainer Uwe“ bedanken, der uns über die Monate begleitet hat und mit dem wir so viele anstrengende aber vor allem auch sehr viele witzige, schöne und wertvolle Momente teilen konnten. Ich beschreibe Uwe gerne so: Ein großer Läufer mit einem noch größeren Herz! Es war eine absolut tolle Zeit, die ich nicht missen möchte.

Julia Grix/ 31.05.2019